Pressemitteilung

Berufe-Camps: Stadtwerke Azubis arbeiten im Team mit geflüchteten Jugendlichen

28.03.2017

Unternehmensgruppe Stadtwerke Frankfurt am Main wirkt mit an der Gemeinschaftsinitiative „BIFF – Berufliche Integration von Flüchtlingen“.

Berufe-Camps: Stadtwerke Azubis arbeiten im Team mit geflüchteten Jugendlichen

Unternehmensgruppe Stadtwerke Frankfurt am Main wirkt mit an der Gemeinschaftsinitiative „BIFF – Berufliche Integration von Flüchtlingen“

Vom 13. bis 17. März 2017 fand das 2. Berufe-Camp der Gemeinschaftsinitiative BIFF in der Pittler Werkstatt in Langen statt. Das Programm richtet sich an junge Zuwanderer ab 16 Jahren mit Bleibeperspektive in FrankfurtRheinMain und mindestens einer Duldung oder Aufenthaltsgestattung. Es startete 2015, soll über mehrere Jahre hinweg laufen und wird von den teilnehmenden Unternehmen selbst konzipiert und finanziert. Die Berufsorientierung findet unter Beteiligung der eigenen Mitarbeiter statt.

Im Berufe-Camp im März wurden täglich 9 geflüchtete Jugendliche an verschiedenen Arbeitsstationen mit Fertigkeiten aus den Berufsfeldern Elektro, Metall und Mechatronik vertraut gemacht. Jede Fachstation wurde von Auszubildenden von Fraport, Mainova und VGF sowie von Vertretern der SWFH Konzernberufsausbildung betreut. Neben der handwerklichen und technischen Arbeit ging es hier natürlich auch um Verständigung. Ein bestimmtes Sprachniveau bleibt, so die Erkenntnis aus der ersten BIFF-Runde im Jahr 2016, Grundvoraussetzung dafür, eine qualifizierte Ausbildung antreten zu können.

Thomas Wissgott, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF) und Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH (SWFH), erklärt die Intention der teilnehmenden Unternehmen: „Die Integration Geflüchteter in unsere Gesellschaft ist eine enorme Aufgabe. Hier sind Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefordert. Wir sind davon überzeugt, dass gesellschaftliche Teilhabe und Integration maßgeblich davon abhängen, dass es gelingt, geflüchtete Menschen in Arbeit zu bringen. Nur so können sie ihre Existenz durch eigenes Engagement sichern. Das ist der Grund, weshalb wir uns der Initiative BIFF angeschlossen haben.“ Mainova und VGF haben sich bereit erklärt, für Kandidaten mit entsprechender Eignung je 5 Ausbildungsplätze in technischen Berufen bereitstellen. Denn die Unternehmen begreifen die Zuwanderung auch als Chance, dem regionalen Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Berufe-Camps sind in diesem Sinne ein erster Schritt, den Teilnehmern Anstöße für die berufliche Entwicklung zu geben. Anita Lemaile von der Gesellschaft für Jugendbeschäftigung e.V. (gib) berichtet über erste Erfolge aus diesem Projekt: „2016 haben wir aus allen Bewerbern um eine Teilnahme an diesem Projekt 180 Kandidaten ausgewählt, von denen 40 in Einstiegsqualifizierungen bzw. Ausbildung gebracht werden konnten. Das ist ein gutes Ergebnis, an das wir hoffentlich 2017 anknüpfen können.“

Ein willkommener Begleiteffekt der Berufe-Camps ist, dass hier interkulturelle Begegnung stattfindet. Die teilnehmenden Auszubildenden erfahren beim Zusammenarbeiten mit den geflüchteten Jugendlichen aus Eritrea, Afghanistan, Syrien und anderen Ländern, dass es nicht selbstverständlich ist, nach einer soliden Schulbildung in den Beruf zu starten und dass beim Ankommen in einem Gastland viele Hürden zu nehmen sind. Integration, das wird hier deutlich, ist ein Prozess, der nur gelingen kann, wenn auf beiden Seiten Offenheit besteht und die Bereitschaft, zusammen etwas zu bewegen. Die Unternehmen der Stadtwerke Unternehmensgruppe zeigen mit ihrem Engagement, dass auf ihrer Seite die für einen gelungenen Integrationsprozeß notwendige Offenheit vorhanden ist.

Über BIFF

An der Gemeinschaftsinitiative „BIFF – Berufliche Integration von Flüchtlingen in Frankfurt“, die unter der Schirmherrschaft von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann steht, wirken die Unternehmen DACHSER, FES, Fraport, Fresenius, Hessischer Rundfunk, Mainova, die Stadt Frankfurt als Arbeitgeber, Stadtwerke Frankfurt am Main, VGF, WISAG, die Arbeitsagentur Frankfurt, die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main sowie die Gesellschaft für Jugendbeschäftigung e. V. mit.

Im November 2016 wurde die Initiative BIFF vom Bundesinstitut für Berufliche Bildung mit dem Hermann-Schmidt-Preis 2016 für Bürgerschaftliches Engagement bei der „Integration von Geflüchteten durch berufliche Bildung“ ausgezeichnet.

Zurück