Pressemitteilung

Oberbürgermeister Peter Feldmann stellt Stadtwerke Konzernergebnis 2019 vor

02.07.2020
(c) Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reiß

Frankfurt, 02.07.2020.  „Den Frankfurter Stadtwerken ist es im Geschäftsjahr 2019 gelungen, im Sinne der Gemeinschaft gut zu wirtschaften und ausgezeichnete Leistungen für die Stadt zu erbringen“, sagte der Frankfurter Oberbürgermeister und SWFH Aufsichtsratsvorsitzende Peter Feldmann auf der SWFH Bilanzpressekonferenz. Zuverlässige Energie- und Trinkwasserversorgung, thermische Abfallverwertung, moderne öffentliche Verkehrsdienstleistungen und ein attraktives Bäderangebot seien die Grundlage einer soliden Standortqualität – und Voraussetzung für eine lebenswerte Stadt. Unter dem Dach der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH (SWFH) und in einem komplexen Handlungsfeld stehen operativ eigenständige Unternehmen für eine Daseinsvorsorge, die für eine moderne Großstadt richtungsweisend sind: Mainova treibt als Energieversorger, geleitet von den Klimaschutzzielen der Stadt Frankfurt, die Energiewende voran und schafft aktuell mit der Errichtung des Funk-Netzwerks LoRaWAN ein smarte Infrastruktur für die Stadt von morgen. VGF und ICB tragen mit modernen Mobilitätsangeboten und attraktiven Fahrkartenkonzepten zur sozial-ökologischen Verkehrswende bei.

Die feste und rollende Infrastruktur wird permanent upgedatet, die Taktungen werden erhöht, das Streckennetz ausgebaut. Zudem befassten sich die Experten der Frankfurter Verkehrsunternehmen 2019 mit zukünftigen Mobilitätskonzepten: autonomes Fahren und Elektromobilität. Im nächsten Schritt folgt die Brennstoffzellentechnik.

Mit den Frankfurter Bädern schließlich gibt es ein mittlerweile landesweit außergewöhnliches, besonders vergnügliches Freizeitangebot – seit 2019 für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren sogar mit freiem Eintritt.

Die Bilanz für das zurückliegende Geschäftsjahr fällt positiv aus: „Der Stadtwerkekonzern hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem bereinigten Konzernergebnis in Höhe von 67,3 Mio. EUR (2018: 66,8 Mio. EUR) noch über dem bereits guten Vorjahresniveau abgeschlossen“, berichtete Peter Feldmann. Er sprach auch über die Konzernleistungen während der durch Covid‑19 verursachten Einschränkungen des privaten wie des öffentlichen Lebens seit März 2020.
„In diesen Wochen hat sich gezeigt, wie zuverlässig unsere Stadtwerke sind. Die Bus- und Bahnfahrerinnen und -fahrer, die Fachkräfte in den Kraftwerken, Werkstätten und auf den Baustellen, die Menschen hinter den Kulissen haben dafür gesorgt, dass das öffentliche Leben – soweit dies möglich war – weitergehen konnte. Dass ein Stück Normalität erhalten geblieben ist. Ich bin davon überzeugt, dass es uns mit vereinten Kräften gelingen wird, die Krise zu überwinden, und wir vielleicht sogar als gestärkte Gemeinschaft aus ihr hervorgehen werden“, betonte Feldmann. Er erwähnte aber auch, dass schon jetzt absehbar sei, dass die Covid-19-Pandemie das Konzernergebnis 2020 deutlich eintrüben könnte. An den Leistungen für Frankfurt allerdings dürfe nicht gespart werden. Denn flexibler, umweltfreundlicher Personennahverkehr und eine zukunftsgerichtete Energieversorgung sind und bleiben das Rückgrat der modernen Metropole. „Als Anteilseignerin wird die Stadt Frankfurt am Main den Stadtwerkekonzern unterstützen, wo
sie kann. Wir haben immer gesagt, dass der Konzern umfassend gerüstet ist für die großen bevorstehenden Aufgaben. Ich bin davon überzeugt, dass wir auch die aktuellen Herausforderungen meistern werden“, schloss Feldmann.

Am Werk für unsere Stadt

Bei der Unternehmensgruppe Stadtwerke Frankfurt am Main haben 2019 insgesamt 5.778 Beschäftigte (Vorjahr: 5.605) für den Betrieb der Infrastruktur gearbeitet und sehr gute Leistungen für die Daseinsvorsorge der Stadt Frankfurt am Main erbracht. Ein Thema, dass die Unternehmensgruppe 2019 stark beschäftigt hat, ist der bevorstehende Generationenwechsel.
„In den kommenden Jahren werden viele unserer Beschäftigten in den Ruhestand gehen. Und gleichzeitig bedingt das städtische Wachstum ein Plus an Aufgaben. Deshalb haben im Zusammenhang damit unsere Gesellschaften 2019 die Taktung bei der Rekrutierung erhöht. Auch die Zahl der Ausbildungsplätze wurde deutlich heraufgesetzt“, erklärte Thomas Wissgott, SWFH Geschäftsführer und Arbeitsdirektor.  2019 wurden 263 Azubis (2018: 227) bei Mainova, VGF, ICB und Frankfurter Bäder in einem technischen oder kaufmännischen Beruf ausgebildet; darunter befanden sich 105 Neuzugänge (2018: 80). Die Mainova hat 2019 ein modernes Ausbildungszentrum mit einer außergewöhnlich guten Lehr- und Lernumgebung eröffnet, das bundesweit neue Maßstäbe setzt. Die VGF hat den Bereich Ausbildung neu strukturiert und ausgezeichnete Kooperationspartner an Bord geholt. Und die ICB erhöht ihr Engagement in der Ausbildung von Berufskraftfahrern ebenfalls. Ausbildung als Zukunftsinvestition. „Unsere Belegschaften wachsen mit unserer Stadt und den Aufgaben, die an uns herangetragen werden. Dass wir flexibel auf neue Situationen reagieren können, haben wir in den zurückliegenden Wochen beweisen können: Als fast nichts war wie gewohnt, haben wir dafür gesorgt, dass vieles wie immer war. Das macht uns als Team stark für die Zukunft. Und ich gehe davon aus, dass wir uns durch die von der Pandemie ausgelöste Schieflage auf einem angespannten Arbeitsmarkt mit sicheren Arbeitsplätzen und guten Entwicklungschancen profilieren können“, erklärte Thomas Wissgott.

Konzernergebnis und Ausblick

Als Gesamtumsatz der Unternehmensgruppe Stadtwerke Frankfurt am Main wurde für das Geschäftsjahr 2019 ein Betrag von 2,6 Mrd. Euro (2018: 2,3 Mrd. Euro) ausgewiesen.
231,4 Mio. Euro wurden in Erhalt, Erneuerung und Ausbau der Infrastruktur investiert (2018: 225,1 Mio. Euro).

Das Konzernergebnis 2019 bedarf gesonderter Erläuterung. Die außergewöhnliche Verbesserung – das Konzernergebnis beträgt 239,9 Mio. Euro (2018: 66,8 Mio. Euro) – beruht auf einem Einmaleffekt. „Nach dem neuen Deutschen Rechnungslegungs-Standard 26 (DRS 26) musste die als assoziiertes Unternehmen bilanzierte Fraport AG erstmals unter Anwendung dieser Vorschrift in den Konzernabschluss einbezogen werden. Aus der Erstanwendung dieser Vorschrift resultiert ein Einmalertrag in Höhe von 172,6 Mio. Euro. Bereinigt um diesen Effekt liegt das Konzernergebnis mit 67,3 Mio. Euro leicht über dem des Vorjahres“, erklärte Peter Arnold, der als Mainova Vorstand und SWFH Geschäftsführer seit Mai 2020 neu im Amt ist. Peter Arnold erklärte abschließend und unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus den ersten Monaten des Jahres 2020, dass für das laufende Geschäftsjahr vermutlich ein geringeres Konzernergebnis zu erwarten sei: „Sinkende Erlöse und deutlich niedrigere Erträge aus den Beteiligungen werden die Ergebnisse 2020 stark beeinflussen. Hinzu kommt das strukturell bedingt negative Ergebnis der Bereiche öffentlicher Personennahverkehr und Schwimmbäder.“

Die vorrangigen Ziele der Unternehmensgruppe Stadtwerke Frankfurt am Main bleiben Erhalt und Ausbau der Infrastruktur der wachsenden Metropole Frankfurt bei gleichzeitig nachhaltigem Wirtschaften, im besten Fall ohne Eigenkapitalverzehr.

 

Pressekontakt
Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH
Alexander Löhr
E-Mail: kommunikation@stadtwerke-frankfurt.de
Tel.: 069 213 235 77
Kurt-Schumacher-Straße 8, 60311 Frankfurt am Main
www.stadtwerke-frankfurt.de

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